Auszüge aus Rezensionen:
Dr. Erich Dipplinger schrieb über das Buch:
Ein Buch für das praktische Leben mit unbequemen Aussagen, 29. Februar 2004
Zwei Berichte ganz unterschiedlichen Inhalts aus den USA vom Februar 2004, entnommen aus absolut seriösen Medien, beweisen beispielhaft die Aktualität des Buchs von Alfred Franz Kiesl: Im Bundesstaat Georgia wird Darwins Evolutionstheorie aus den Schulbüchern gestrichen. Die Geschichte der Erde wird künftig nicht mehr als „lange" dargestellt. Damit soll der Biologieunterricht in Einklang mit der christlichen Schöpfungsgeschichte gebracht werden, wonach Gott die Erde und alles Leben auf ihr in sechs Tagen geschaffen hat.
Eine von der katholischen Kirchenverwaltung in den USA in Auftrag gegebene Studie führt tausende Opfer an, die von katholischen Priestern sexuell belästigt oder missbraucht wurden. Insgesamt werden 4,5 % der Priester, das sind 5000 Geistlichen Übergriffe zur Last gelegt. Anwälte der Opfer geben sich mit diesem Bericht nicht zufrieden. Sie glauben, dass man die Zahlen nach unten korrigiert hat.
Damit sind zwei wichtige Anliegen seines Buchs in „Praxisbeispielen" direkt angesprochen, plädiert doch Kiesl für einen Glauben, der die Bibel als Heilsgeschichte und nicht als historisches Buch begreift, ebenso wie er die Konsequenzen aus einer Grundhaltung der Verdrängung nachzeichnet und für ein „Anschauen" als Zauberformel auf dem Weg der Selbsterkenntnis argumentiert.
Was unterscheidet nun dieses Buch ganz generell von anderen Analysen ähnlichen Zuschnitts:
Kiesl argumentiert als Astrologe mit einem ganzheitlichen Ansatz, der Brücken zur Psychologie und letztlich zur Religion baut. Damit grenzt er sich von Beginn an von der „Astrologie light" und der Wahrsagerei des Boulevards ab. Wie ein roter Faden zieht sich weiters durch das Buch das Bemühen des Autors um eine redliche, ehrliche Auseinandersetzung mit den Grundfragen unserer individuellen Existenz ( „wozu lebe ich, was ist mein konkreter Auftrag" ). Zur Unterstützung seiner Thesen ist er bestrebt, die Essenz der Sichtweisen klassischer „Experten" zu diesem Themenkreis herauszuarbeiten - er „erspart" dem Leser damit viele Detailanalysen....Anzuerkennen ist dabei eine Grundhaltung, die Einseitigkeit zu vermeiden versucht und stets auf ein „sowohl als auch" abstellt.
Kiesl stellt das naturwissenschaftliche Weltbild dem esoterische Weltbild gegenüber und erläutert in diesem Zusammenhang Esoterik im ursprünglichen Sinn und Astrologie als ganzheitliche Wissenschaft. Bemerkenswert ist die Bezugnahme auf die moderne Physik, die - wie der Autor plausibel begründet - den Ansichten der Mystik aller Zeiten und Traditionen sehr ähnlich ist. Der Autor geht in einer für den Leser nachvollziehbaren Weise auf die Themen Polarität und Resonanzgesetz ein. Dass Mythen besser Wahrheiten vermitteln können als die rationale Sprache kommt in seiner Darstellung sehr gut zum Ausdruck. Auch die Rückgriffe auf die Zahlensymbolik eröffnen bemerkenswerte Zusammenhänge.
Nur ein durch Erkenntnis abgesicherter Glaube kann sich aus seiner Sicht als tragfähig in den Krisen des menschlichen Daseins erweisen, nicht ein mit der menschlichen Vernunft unvereinbarer „Kinderglaube" oder ein Stehenbleiben bei bloßen Fassaden. Kiesl lässt auch keinen Zweifel daran, dass der Weg zu einem solchen Glauben sehr anspruchsvoll ist und einen ehrlichen Umgang mit dem Problem von Gut und Böse verlangt. Es geht nicht um Kampf gegen Ungeliebtes sondern um Aussöhnung, es geht nicht um Schattenverdrängung sondern um Schattenintegration.
Man wird nicht in allen Einzelheiten mit dem Autor einer Meinung sein, das liegt aber sicher auch nicht in seiner Absicht, zumal er in keiner Phase „vom hohen Ross herab" argumentiert. Andererseits wird deutlich, dass nicht alles falsch ist, was unbequem erscheint.
Das Buch ist spannend und bringt wohl für viele Leser teilweise neue und überraschende Erkenntnisse. Es „verführt" jedenfalls den Leser dazu, die eingefahrene, allzumenschliche Trägheit des Denkens zu überwinden. Nach der Lektüre fängt allerdings das Nachdenken erst richtig an...
Lydia Wentzel schrieb in "ASTROLOGIE HEUTE" über das Buch:
Die Dinge der Welt
Wer wünscht sich nicht einen erfahrenen, kompetenten Gesprächspartner, der offen und ehrlich die Realität von allen Seiten betrachtet. Er sollte diese nicht aus seiner subjektiven Sicht, sondern wahrhaftig und unverblümt darstellen dürfen. Leider sind solche Gesprächspartner selten. Statt echten Beziehungen gibt es echte Bindungen in Partnerschaften, die ein gutes Gespräch nicht aufkommen lassen. Alfred Franz Kiesl wäre ein solcher guter Gesprächpartner, und in seinem Buch Die Kehrseite der Medaille lädt er uns ein, ihm zu folgen und seine Sichtweise zu verstehen. Der Autor nähert sich aus seiner Perspektive und mit seinen Lebenserfahrungen den Dingen der Welt ganzheitlich. In seinem Buch lädt er den interessierten Leser ein, sich mit seiner kritischen Analyse zu beschäftigen. Alfred Franz Kiesls Themenspektrum reicht vom naturwissenschaftlichen Weltbild und den Konsequenzen seiner einseitigen Sichtweise über Krankheit und Heilung aus biblischer Sicht bis hin zum esoterischen Weltbild und dem Christentum. Er möchte auch der Kirche die Kehrseite der Medaille vor Augen führen, sodass sie wieder zu ihren esoterischen Quellen zurückfinden kann. Das Anliegen des Autors mit seinem Buch ist es, eine Hilfestellung zu leisten für die Erkenntnis, was all das Leid und die Krisen zu bedeuten haben. Dazu macht er eine eingehende Analyse der Auswirkungen des naturwissenschaftlichen Weltbildes auf die verschiedenen Lebensbereiche des Menschen. Und hier berührt er die Sichtweise der Astrologie. Fazit: Eine wertvolle Lektüre, die uns die Hintergründe und die Kehrseiten unserer Medaillen ("Errungenschaften") aus der Sicht eines erfahrenen, kompetenten Autors aufzeigt. Ein mehr als einen Abend füllendes Programm mit vielen Informationen.

